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Echter Naturstein? Oder industrielle Fliese?

Als optisch gleichwertige Alternative?

Dank innovativer Techniken im Digitaldruck müssen Fliesen nicht wie Fliesen aussehen. Speziell bedrucktes Feinsteinzeug ist zum Verwechseln ähnlich mit z.B. Sandstein, Schiefer oder gar Marmor – selbst mit feinsten, der Natur nachempfunden Maserungen. Doch welches Material überzeugt mehr? Das aus dem Steinbruch oder aus der industriellen Fertigung? Ein Überblick.

Wenn es ein Merkmal gibt, das Fliesen aus Keramik oder Feinsteinzeug insbesondere auszeichnet, dann ist es ihr legendäre Haltbarkeit. Keramik ist sogar so stabil, dass es selbst in der Raumfahrt Verwendung findet. Ohnehin weisen die Oberflächen von Feinsteinzeug oder Keramik – im Unterschied zu Marmor und sonstigen Natursteinen – selbst nach Jahren kaum Gebrauchsspuren auf und bleiben auch über Jahrzehnte so gut wie unverändert.

Der Eindruck von echtem Stein ist auch bei der Keramik – durch spezielle Druckverfahren – täuschend echt: Die Oberflächenstruktur verläuft genauso unregelmäßig und fühlt sich auch genauso an wie bei einem echten Naturstein. Die Anpassungen und Adaptionen gehen sogar soweit, dass sich auf der gedruckten Fliese auch farblich changierende Narben und Maserungen vorfinden, die zumindest den Schein einer perfekten Imitation wahren und sich genauso rau oder glatt anfühlen wie das natürliche Pendant.

Somit haben mehrere Hersteller die Gewinnung von „Naturstein” grundlegend auf den Kopf gestellt: Seit der Antike geht man zum Abbau von Marmor, Granit, Gneis, Basalt oder Schiefer (oder sonstigen Natursteinen) in den Steinbruch und muss die gewonnenen Blöcke entsprechend zuschneiden. Nun entsteht das, was früher nur durch harte und aufwendige Arbeit zu realisieren war, in wenigen Stunden in der Produktionsanlage – oft sogar in besserer Qualität als es der originale Naturstein hergeben würde. Warum das so ist?

Nachteile von Naturstein gegenüber Imitaten aus Keramik

Fliesen gefertigt aus tatsächlichem Naturstein weisen viele feine Poren auf, in die Schmutz, Wasser oder Reinigungsmittel leichter eindringen können als bei Feinsteinzeug. Sogar noch mehr: Fliesen im Natursteinlook werden so heiß gebrannt, dass das Material extrem robust, frostsicher und vor allem säureresistent ist. Echter Stein hingegen verträgt Frost – wenn überhaupt – nur in Dosen und Säure überhaupt nicht.

So müssen beispielsweise die Poren von manchen Natursteinen bereits vor dem Verfugen mit Imprägniermittel behandelt werden, eine Mehrarbeit, die bei Fliesen aus Keramik oder Feinsteinzeug obsolet bleibt.

Marmorsteinbruch bei Carrara. Quelle: wikimedia.org
Marmorsteinbruch bei Carrara. Quelle: wikimedia.org
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Feinsteinzeug wird auch in Größenordnungen mit bis zu 3 Meter Kantenlänge hergestellt – als sog. XL- oder XXL-Fliese im Großformat

Trend mit Zukunftspotenzial?

Und auch in der Formenvielfalt sticht das industriell gefertigte Feinsteinzeug den Steinbruch aus. Während Natursteinfliesen in der Hauptsache nur in Standardmaßen erhältlich sind, werden Bodenplatten aus Keramik oder Feinsteinzeug mittlerweile in Größenordnungen mit bis zu 3 Meter Kantenlänge hergestellt – sogenannte XXL-Fliesen oder Großformate. Solche XXL-Platten verleihen jedem Raum einen besonders homogenen Flair.

So überrascht es nicht, dass Fliesenimitate, die den Look von Marmor, Schiefer, Granit oder Sandstein abbilden, schon seit längerer Zeit nicht nur auf Terrassen, sondern immer mehr auch im Haus vorzufinden sind – z.B. in Wohnzimmer und Küche.

Wenn beispielsweise Boden und Wand mit den gleichen Fliesen bedeckt sind, entsteht eine farbliche Einheit, die Räume optisch vergrößert. Raumkonturen sind durch die natürliche Optik von Naturstein erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Je kleiner dabei der Fugenabstand ist, desto größer ist der Effekt – doch das nur am Rande.

Verlegung und Reinigung leicht gemacht

Im Vergleich zu einer Bodenplatte aus echtem Stein erweist sich dabei die Dicke einer Fliese aus Feinsteinzeug deutlich geringer und liegt bei gewissen Herstellern im Bereich von wenigen Millimetern. Ein klarer Vorteil gegenüber schweren Natursteinplatten, die aus der Natur der Sache heraus unregelmäßig und zentimeterdick geschnitten sind – da muss beim Verlegen dann auch wirklich ein Profi ran.

Auch die positiven Materialeigenschaften der Steinimitate überzeugen. Während Natursteine empfindliche Oberfläche haben – allen voran Marmor – und somit leicht mit säurehaltigen Reinigungsmittel reagieren, lassen sich Fliesen aus Keramik oder Feinsteinzeug auffällig leicht reinigen und pflegen. Zudem gibt es manche Natursteine, die im Verdacht stehen, radioaktive Substanzen (v.a. Radon) – wenn auch in geringen Mengen – freizusetzen.

Auch beliebt in Küche und Wohnzimmer: Feinsteinzeug.
Auch beliebt in Küche und Wohnzimmer: Feinsteinzeug.

Fazit

 

Wer es in Puncto Echtheit nicht so genau nimmt, aber vielleicht Wert auf einen großen Komfort, kleinen Preis und eine einfache Verlegung legt, ist mit Fliesen aus Feinsteinzeug im Natursteinlook im Grunde gut beraten.

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Daniela Hartlmaier
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